Donnerstag, 29. September 2016

Die Gwailor Chronik - Im Schatten der Prophezeiung




Allgemeines:

Titel: Die Gwailor-Chronik  - Im Schatten der Prophezeiung
Autorin: Susanne Gavénis
Verlag: AAVAA Verlag 2014)
Genre: Fantasy
ASIN: B019ZVX8RQ
Seitenzahl: 474 Seiten
Preis: 6,99€ (Kindle Edition)
Weitere Bände: "Die Gwailor-Chronik - Schicksalspfade" 



Inhalt:

"Er konnte ihre Blicke spüren, die sich wie Steine, die mit Wucht geworfen worden waren, in seinen Rücken bohrten..."
Dayin, dem Sohn des Königs von Tarell, wird bei seiner Geburt eine schreckliche Prophezeiung gemacht: Sein eigener Vater soll durch seine Hand den Tod finden, heimtückisch ermordet, um den Thron des Landes an sich zu reißen. Doch wie kann es geschehen, dass aus einem zarten, mitfühlenden Kind ein kaltblütiger Mörder wird?
Dayin weiß, dass er nur eine Chance hat, sich von dem düsteren Schatten zu befreien, der sein Leben bestimmt. Er muss beweisen, dass er die furchtbare Bluttat, die ihm prophezeit wurde, unter keinen Umständen Wirklichkeit werden lassen wird.
Doch schon bald muss er erkennen, dass das Schicksal ein Gegenspieler ist, der sich nicht leicht geschlagen gibt.
Bewertung:

"Wie durch dichten Nebel hörte Dayin die Schritte des Attentäters, der sich der Brüstung näherte. Als er erneut in seinem Blickfeld erschien, hielt er erneut sein Schwert in der Hand. Er hob es zum Schlag.
"Stirb Vatermörder!"

Nachdem ich von "Shai´lanhal" hellauf begeistert war, durfte ich nun auch die Gwailor-Chronik von Susanne Gavénis lesen. Also schon vorneweg mal vielen Dank für das Rezensionsexemplar!!! 

Das Cover hat mich zunächst etwas irritiert. Natürlich ist es sehr hübsch anzusehen, dramatisch mit düster drückender Wirkung, doch bevor ich das Buch gelesen habe, konnte ich noch keine wirkliche Verbindung zum Inhalt feststellen. Zusehen ist, ganz in unterschiedliche Brauntöne gehalten, ein gerüsteter Krieger, der über den Ruinen einer Burg oder Stadt schwebt. Für was genau der Krieger stehen soll, will ich nicht festlegen, da viele verschiedene Theorien dazu entstanden sind. Die Grundstimmung und Atmosphäre wurde aber perfekt widergespiegelt. Insgesamt eine sehr ansprechende Gestaltung, auch wenn ich an dem Klapptet etwas "herummeckern" muss: die zweite Hauptperson um die es die ganze Zeit über geht, Lillel, wird mit keinem Wort erwähnt.


"Ich habe Angst", flüsterte Kronot Tarell."

Mit diesem recht unscheinbaren und doch aussagekräftigen Satz beginnt das Buch. Wie auch schon in "Shai´lanhal" wird man zeitens der Geburt der Hauptpersonen in die Lebenswelt der Charaktere eingeführt und erhält wichtige Informationen zur jetzigen Situation und späteren Beweggründen.
Wir erfahren die Geschichte Gwailors, ein einst riesiges Reich, das in die zwei Königreiche Tarell und Lumaar aufgeteilt wird, als dem König Zwillinge geboren werden. Die darauffolgenden Generationen an Nachfahren regierten jedoch nicht so friedvoll und verständig nebeneinander, sie zweifelten an der Gerechtigkeit der Aufteilung und führten so ihre Reiche in Feindschaft und tiefem Streit zueinander, da ein jeder sich für den rechtmäßigen Erben und Gebieter über ganz Gwailor hielt.
So kommt es, dass zu Beginn der Handlung Tarells König Kronot und Lumaars Herrscher Rohn sich feindlich gesinnt sind.

Die Geschichte beginnt wie gesagt mit der Geburt beider Hauptpersonen: Kronot Tarell wird ein Sohn geboren, den er Dayin nennt, zur selben Zeit ist König Rohn von Lumaar über die Geburt einer Tochter, Lilell, mehr als nur enttäuscht. Rohn, für den nur ein Mann wahrhaftiger Thronerbe Lumaars sein kann, ist eifersüchtig auf Kronot, doch eine schicksalshafte Prophezeiung ändert alles:
Neben der Königsfamilie sind die Seherinnen in beiden Reichen eine angesehene Institution. Sie überwachen die Zukunft mittels Visionen und lenken die Schicksale der Menschen so in die richtige Richtung. Als die Oberseherin Tarells, Lyssil Maget die Essenz des neugeborenen Dayins berührt, schockt sie die ganze Welt mit einer grauenvollen Prophezeiung: im erwachsenen Alter wird der noch so kleine und unschuldige Junge seinen Vater, den König, hinterrücks ermorden.
"Dayin - ein Vatermörder. Eine schrecklichere Vorhersage hätte es gar nicht geben können. (...)
Sie betraf nicht nur sein Leben, sondern zeigte unmissverständlich wie es in seinem Herzen aussah. Die Prophezeiung war ein Kainsmal, das Dayin zeit seines Lebens eingebrannt war. jeder, der von den Worten der Seherin erfuhr, würde es sehen."
Durch diese furchtbare Voraussage, ist er als Mörder stigmatisiert, noch bevor sein Leben erst begonnen hat und wird automatisch von der Thronfolge ausgeschlossen. Inmitten von Abscheu, Misstrauen und ständigem Getuschel muss der Kleine als die Prophezeiung öffentlich wird, ständig beweisen, dass er nicht böse ist. Es kommt sogar zu Mordattentaten, die verhindern sollen, zu dem Mörder zu werden, den alle in ihm sehen. Alleine und verhasst muss er seinem kleinen Bruder Gerrent zusehen, wie dieser die Ausbildung zur Thronfolge erhält, die ihm selbst verwehrt bleibt. Erfolgreich und bevorzugt wächst Gerrent neben ihm auf und lässt keine Möglichkeit aus, Dayin zu quälen. Als Abschaum gebrandmarkt und benachteiligt gegenüber dem künftigen Thronerben will ihm aus Angst niemand helfen und selbst die Wachen der Garde schweigen über die kleinen Gemeinheiten, die Gerrent ihm zufügt. Da stellt sich natürlich die Frage: "Wie kann man einen unschuldigen Junge für etwas verurteilen, das er noch nicht getan hat und vermutlich auch niemals tun wird, während ein kleiner Sadist König werden wird?"
Dagegen sehen Rohn Lumaars Probleme ganz harmlos aus. Da ihm aber ein männlicher Erbe versagt bleibt, versucht er seine Tochter Lilell durch hartes Waffentraining früh zu formen, um sie zu einer unnachgiebigen, hartherzigen Herrscherin zu machen, die er braucht um die Herrschaft Gwailors wieder ganz seiner Linie zu unterstellen. Jene Tochter liebt jedoch Tiere über alles, ist voller Mitleid, Gefühlswärme und Nächstenliebe. Als sie eine ungeahnte Gabe entdeckt, ändert sich ihr Leben auch von Grunde auf...
"Er hatte gesagt, sie müsste die Waffen beherrschen, um ihre Soldaten verstehen zu können. Genauso war es mit Lumaar. Sie musste das Land kennen, um es regieren zu können. Wenn es ihr vertraut war, würde sie später einmal eine gute Königin werden. Das wünschte sie sich aus ganzem Herzen."
Ab dem zarten Alter von 5 Jahren wird die Geschichte um die beiden Königskinder in sich abwechselnden Teilen von den beiden erzählt, wobei auf Dayin ein leichter Fokus liegt. Natürlich ist klar, dass sich diese beiden Geschichten zwangsläufig irgendwann verweben müssen...
Als kleinen Kritikpunkt zwischendurch muss ich sagen, dass ich die Art und Weise, wie in diesem Buch Geschehenes aus der Sicht eines fünfjährigen Kindes, in Miteinbeziehung von Gedanken und Gefühlen, erzählt wird, für recht unrealistisch halte. In Ansätzen passt sich der Stil dem Alter an und natürlich bemerkt man einen großen Unterschied, je älter die Hauptpersonen werden, doch auf gar keinen Fall kann ein fünfjähriges Kind so denken!
"Doch auch hier konnte er ihnen nicht entkommen. Die Gesichter schälten sich vor ihm aus der Schwärze und blähten sich zu riesengroßen Fratzen auf, die ihn einkreisten und mit kalten, anklagenden Augen auf ihn herabstarrten. Wie Flaggen in Wind schwankten sie vor und zurück, und mehr als einmal schien es, als wollten sie sich auf ihn herabstürzen, wie Hunde, die sich gierig um ein Stück Fleisch stritten. Dayin krümmte sich auf dem rauen Steinboden zusammen, versteckte den Kopf zwischen den Händen und wimmerte leise, flehte, dass sie verschwinden mochten. Sie taten es nicht."
Ansonsten ist Dayin ein absolut mitreißender Charakter. Meine Beziehung zu ihm wurde wohl vor allem durch unglaublich großes Mitleid geprägt, oft wollte ich einfach in das Buch greifen und ihn in den Arm nehmen. So viel Schmerz, Liebe, Verlangen nach Akzeptanz und furchtbare Ungerechtigkeit zeichnen ein sehr dunkles und dramatisches Bild, an das sich Dayin natürlich anpasst. Entgegen aller Erwartungen von Außerhalb entwickelt er sich zu einem, zwar schüchternen, körperlich schwachen, aber auf jeden Fall ehrlichen und liebenswürdigen Jungen. Nicht zuletzt die Zuneigung seiner Mutter und Großeltern, an die er sich klammert wie ein Rettungsring, tragen wohl dazu bei, dass er nicht jämmerlich untergeht. Vailia, die liebevolle, bewundernswert starke Königin und Mutter tritt ebenso wie Kronot als Charakter in der ganzen Entwicklung besonders hervor, wobei ich immer noch nicht genau weiß, was ich von letzterem halten soll. Einerseits liebt er seinen Sohn offensichtlich und tut alles, um ihn zu beschützen, andererseits ist ihm sein Misstrauen und die fehlende Offenheit ihm gegenüber anzukreiden.
"Ihr blondes Haar trug sie offen. In goldenen Wellen floss es ihre Schultern und ihren Rücken hinab, umrahmte ihr Gesicht und verlieh ihm einen warmen Schimmer, der so viel Schönheit und Wehmut enthielt wie der letzte Strahl der Sonne, mit dem sie die Erde küsste, bevor sie hinter dem Horizont verschwand. Dayin wusste nicht viel über Frauen, er wusste nur, dass seine Mutter die schönste von ihnen war. Wenn nur nicht der traurige Ausdruck in ihren Augen gewesen wäre, der sie so gewiss begleitete, wie Schatten dem Licht folgten..."
Auch in dem einzigen Gardisten Tarells, der nicht an die Prophezeiung glaubt, findet Dayin einen Beschützer und Freund: Wendar Krenn. Dieser Gardist, Wendar Krenn, der mit Leib, Leben und Seele für Dayin einsteht, ist mir sofort ans Herz gewachsen. Doch ein Leibwächter, eine liebende Mutter und weit entfernte Großeltern sind lange nicht genug um ihn vor den äußeren Angriffen einer ganzen Nation, dem Hass Tarells zu schützen und vor innerlichem Zerbrechen zu bewahren.
Umso schmerzlicher und tragischer ist es, als er langsam all seinen Halt verliert, als eine Katerstrophe die nächste jagt...
Für Dayin, der sowieso eine düstere Zeit durchlebt, wird alles noch schlimmer, und so zermürben ihn Demütigungen, Anfeindungen und falsche Anschuldigungen eben so sehr weil zahlreiche Anschläge auf sein Leben. Der Tod scheint an ihm zu haften, auch wenn er sich selbst versucht, gegen die Prophezeiung zur Wehr zu setzen und seinen Vater als auch ganz Tarell verzweifelt davon überzeugen möchte, dass er ein guter Mensch ist. Mich hat er davon aus ganzem Herzen überzeugt und so konnte ich gar nicht anders als mit ihm zu leiden und ab und zu das ein oder andere Tränchen zu vergießen.
"Die Prophezeiung hatte schon längst über seine Liebe zu seinem Sohn gesiegt, ohne dass er es erkannt hätte.
Nun wusste er es!"
Lilell ist jedoch fast das komplette Gegenteil von Dayin. Immer wenn wir von Dayin zu ihr gewechselt sind, wirkte ihre Unbeschwertheit geradezu erschreckend. Sie war mir sehr sympathisch, da sie klug, zart, warmen Gemüts und voller Verständnis für alles und jeden ist. Auch ihre Situation, in der sie sich befindet, wirkt zuerst komplett gegensätzlich. Der Kronprinzessin von Lumaar wurde zu ihrer Geburt vorhergesagt, dass sie eine gütige Königin wird, der von ihrem Volk nichts als Liebe und Dankbarkeit entgegen getragen werden würde. Doch auch sie hat Probleme mit ihrem Vater und seiner Anerkennung.
Dieser begegnet er ihr mit Härte, Kälte und fehlender Liebe. Egal, was Lilell auch tut, für ihren Vater ist sie nie gut genug. Das er sich stets einen Sohn gewünscht hat, lässt er sie stets spüren, was sie in ganz jungen Jahren zutiefst verstört.
 Nur durch ihre liebvolle Mutter, die ihr den Weg fernab vom Hofe in das Dorf der Seherinnen zur Schulung ihrer Fähigkeiten ermöglicht, kann sie ihre Herzlichkeit behalten, ohne an dem nicht vorhandenen Stolz ihres Vaters in Bezug auf ihre Person zu zerbrechen.
"Lange blonde Haare umrahmten ihr weiches und anmutiges Gesicht, und nur ihre grauen Augen, die mit einigen grünen Flecken gesprenkelt waren, zeugten von Temperament und brachen den Eindruck der Sanftheit, den Lilell ihrem Beobachter mit jeder ihrer Bewegung zu vermitteln verstand. (...)
Rohn verzog in finsterem Groll das Gesicht. Was half das alles?"
Dort findet sie eine treue Freundin, die lebensfrohe Seherin Gwaina, die ihr trotz ihrer königlichen Position die beste Gefährtin wird. Neben der loyalen, mutigen und klugen Gwaina, hat Lilell Unterstützung in ihrem Leibwächter Verdell Abeffna, der sie in der schweren Zeit vollstes Vertrauen schenken kann. Also allgemeingesehen scheinen Leibwächter in diesem Buch also eine wichtige und ehrliche Rolle einzunehmen. ;)
Der Schreibstil, in dem alles verfasst ist, ist einfach nur WOW! Durch die Wahl der Schauplätze als dunkle, aber belebte Burgen mit trutzigem Flair, sowie der Umgangsrichtlinien und Lebensweisen ihrer Bewohner erhält das Buch einen Hauch von mittelalterlicher Romantik, die die Fantasy nicht zu abgehoben und fiktiv erscheinen lässt, sondern einen echten Touch und Greifbarkeit vermittelt. Dies wird auch durch eine entsprechend zeitgemäße Begriffsverwendung mit Authentizität im Ganzen belohnt. Selbst die Namen, die für euch Leser jetzt erst mal seltsam klingen, fügen sich perfekt in diese ungewohnt gut durchdachte Welt. Susanne Gavénis versteht es zudem geradezu meisterhaft, auf verspielte und unglaublich detailgetreue Art, nicht nur die Umgebung der Charaktere darzustellen, sondern auch ihre Gedanken, Gefühle und die Handlungen selbst immer epischer und gewaltiger erscheinen lässt. Durch ihre Wortgewandtheit wirken zudem Landschaftsbeschreibungen manchmal fast wie Lyrik und erwecken alles zum Leben.
"Je länger die Stimmen der Vögel erklangen, desto heller wurde der Himmel, so als wären das Zwitschern und Pfeifen, das Tirilieren und Summen, das Jauchzen und Singen der Federlinge, die die Dunkelheit vertrieben. Sie wich davor zurück wie Eis vor den Strahlen der Sonne, verlor ihre Macht über Wald und Felder und floh hinter den Horizont. (...)
Tau glitzerte unter den Strahlen der aufgehenden Sonne an Büschen und auf Grashalmen, verwandelte Spinnennetze in filigrane Kunstwerke aus Kristall und Blumen in zerbrechliche Glasskulpturen..."
Das Buch hat sich vom Plot und der Spannung ausgehend ganz anders entwickelt, wie ich gedacht hatte. Erwartet hatte ich ein gutgeschriebenes Fantasy Buch, das das Leben zweier erwachsener Hauptpersonen schildert und in einem spannenden, epischen Kampf endet. Bekommen hatte ich ein Buch, das akribisch und malerisch ausgereift von dem Heranwachsen zweier Königskinder erzählt und dabei deren Entwicklung unter kaum vorstellbaren Umständen hervorhebt. Ich kann mir gut vorstellen, dass vielleicht viele genau das kritisieren, da ihnen (vor allem am Anfang) zu wenig Spannung oder Handlung vorhanden ist. Doch dieser Schmerz und das tragisch glaubwürdige Ringen um Beachtung, das vor allem Dayins Textpassagen innewohnt, hat mich fasziniert, berührt und geradezu an das Buch geschweißt. Auch wenn es ganz und gar nicht schön zu lesen ist, wie sich Abgründe in der menschlichen Seele auftun können, komme ich nicht umhin es genial zu finden, auf welche Art die Autorin ihre Beschreibungen mit der jeweiligen dunklen Szenerie und düsterer Charakter-Stimmung in Einklang zu bringen. Es ist sehr schwierig zu beschreiben, welche Essenz dieses Buch so besonders macht, doch ich denke es ist genau jene Art der Atmosphärengestaltung.
"Es schien, als würde die Nacht selbst auf den Boden hinabfallen, und nur der Sturm hielt das Unwetter im Augenblick noch davon ab, auch Treffnor zu erreichen. Blitze leuchteten grell auf, und das ferne Rollen des Donners klang bedrohlich wie das Knurren eines Wolfes auf der Jagd. Ungeachtet des kalten Windes, der ihm wie mit spitzen Nadeln unter die Kleidung fuhr und in seine Haut stach, stürzte Kronot zur Brüstung, krallte seine Hände um den rauen Stein und schrie. Er brüllte seinen Schmerz heraus, als wolle er mit dem Sturm um die Wette heulen..."
Zudem werden viele Lebensweisheiten und Ratschläge, die die Kinder lernen auch unterschwellig an den Leser vermittelt. In langen Gesprächen, beispielsweise bei den Seherinnen als es um Essenzen geht, werden indirekt Dinge wie Schicksal, Verantwortung und sogar in gewissem Masse Gott angesprochen. Außerdem kann man ganz klar eine Botschaft, einen Schluss aus dieser Geschichte ziehen:  keiner sollte sich von vorgefertigten Meinungen beeinflussen oder leiten lassen, sondern sich zuerst ein persönliches Bild machen.
Das Buch endet ziemlich mitten in der Handlung und so bin ich trotz dass es nicht wirklich ein Cliffhanger gibt, erleichtert, dass ich gleich mit dem zweiten Teil beginnen kann.
 
Fazit:
"Im Schatten der Prophezeiung" schlägt "Shai´lanhal" um Längen, wenn auch mit ganz anderen Mitteln. Ein lyrischer Schreibstil, eine erdrückende Atmosphäre, tiefsinnige Charaktergestaltungen und ein gut durchdachter Plot lassen mich bedauern, dass ich nur 5 Sterne vergeben kann.


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