Donnerstag, 10. August 2017

Friedhof der Kuscheltiere



Allgemeines:

Titel: Friedhof der Kuscheltiere
Autor: Stephen King
Verlag: Heyne Verlag (2011)
Genre: Horror
ISBN: 978-3453435797
Originaltitel: Pet Sematary
Seitenzahl: 608 Seiten
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)



Inhalt:

Manchmal ist der Tod besser

Hinter dem kleinen Tierfriedhof liegt eine verwünschte indianische Grabstätte. Ob Katze oder Mensch: Wer hier beerdigt wird, wird zum Albtraum für die Hinterbliebenen.


Meine Meinung:

Zu Beginn muss ich zuerst mal sagen, dass "Friedhof der Kuscheltiere" erst der zweite Horror-Thriller ist, den ich je gelesen habe (der erste war "Es" ebenfalls von Stephen King) und obwohl es nicht wirklich mein Genre ist, konnte mich dieses Buch - auch wenn es zugegebenermaßen ziemlich verstörend war, wirklich überzeugen. Aber lest selbst.

Louis Creed ist Vater von zwei Kleinkindern und ein treuer Ehemann. Er geht mit seiner Familie nach Ludlow in Maine wo sie in ein großes, von viel Natur umgebenes Haus ziehen, vor dessen Gartentor sich allerdings eine vielbefahrene Schnellstraße befindet. Schon kurz nach ihrer Ankunft freundet sich Louis mit seinem neuen Nachbar Jud an. Dieser ist ein schon recht alter Mann, welcher in Ludlow geboren ist und schon immer dort lebt. Als der Kater der Creeds stirbt, zeigt Jud Louis einen abgelegenen Tierfriedhof, wo die beiden das tote Tier begraben. Als eben dieser Kater - in weit mehr abgestumpfter und aggressiverer Version, am nächsten Tag vor Louis' Haustür steht wird diesem klar, dass der Friedhof ein düsteres Geheimnis birgt. Schon bald muss sich Louis die Frage stellen, ob eine Wiedererweckung auch bei einem Menschen möglich wäre...

 Der Protagonist Louis ist ein Mann in den mittleren Jahren, weshalb er für mich natürlich nicht die ideale Hauptperson für ein Buch ist. Trotzdem ist er durchaus sympathisch wenn auch etwas durchgedreht. Louis muss in dieser Geschichte natürlich einiges durchstehen, weshalb er - wie es sich für eine gute Gruselgeschichte gehört, leider zunehmend den Verstand verliert. Seine Frau Rachel ist eher etwas zurückhaltender aber auch sie scheint ganz nett zu sein. Ihre beiden Kinder Ellie und Gage sind noch recht klein aber für die Geschichte trotzdem sehr wichtig.

Schon im Vorwort wird sehr klar, dass dieses Buch selbst für Stephen King ziemlich brutal ist. Er schreibt selber, dass er sich nicht sicher gewesen sei, ob er die Geschichte veröffentlichen solle, da er befürchte zu weit gegangen zu sein. Meiner Meinung nach ist das Buch zwar schon ziemlich hart an der Grenze allerdings ist es nun mal ein Horror-Thriller und kann natürlich auch dementsprechend schrecklich sein.

Mal abgesehen vom irre hohen igitt-Faktor, war das Buch wirklich, wirklich fesselnd. Nicht nur Stephen Kings einzigartige Art des Schreibens sondern auch der sehr gut durchdachte, originelle Inhalt machen das Buch sehr spannend. Obwohl die Zombie-Thematik nichts neues ist, wird sie hier vom Autor sehr gut in Szene und vor allem Kontext gesetzt. Die Charaktere sind sehr lebendig und authentisch beschrieben und man kann sich erschreckend gut in ihre Lage versetzen. Zudem wird die Story durch verschiedene Handlungsorte und Erzählungen aus der Vergangenheit sehr dynamisch und weniger einseitig.

Insgesamt habe ich es doch sehr genossen, in die schrecklich schöne Welt von Stephen Kings "Friedhof der Kuscheltiere" einzutauchen. Trotz, oder gerade durch den ordentlichen Gruselfaktor, habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt.


Fazit:

Eine furchtbar schreckliche aber sehr unterhaltsame Geschichte, mit der Stephen King seinem Namen alle Ehre macht! Fast schon ein Klassiker.

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