Dienstag, 30. August 2016

Bunker Diary

 
 

 
Allgemeines:

Titel: Bunker Diary
Autor: Kevin Brooks
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (1. März 2014)
Genre: Thriller
ISBN: 978-3423740036
Seitenzahl: 300 Seiten
Preis: 12,00€ (gebundene Ausgabe)
12,95€ (broschiert)
6,99€ (Kindle-Edition)
9,60€ (Taschenbuch)

 
 
Inhalt:

Sechs Personen in einem Bunker, festgehalten von einem namenlosen Entführer, dessen Identität ebenso unklar ist wie sein Motiv. Der sechzehnjährige Linus ist der Erste. Die neunjährige Jenny sowie vier Erwachsene folgen. Der Willkür des unbekannten Täters ausgesetzt, suchen Linus und seine Mitgefangenen nach einem Weg, in dieser gnadenlosen Situation das zwangsweise Miteinander erträglich zu machen. Doch als der Entführer beginnt, sie aufeinanderzuhetzen und anbietet, einen von ihnen um den Preis des Lebens eines der anderen freizulassen, eskaliert die Situation...

 
 
Bewertung:
"Hallo? Herr Brooks, wovon träumen sie nachts?"
 
Zu aller erst muss ich darauf hinweisen, dass das vom  Hersteller empfohlene Alter bei 16 Jahren liegt obwohl es als Jugendbuch ausgeschrieben ist. Zartbeseelte sollten das also gar nicht erst lesen!
Mit "Bunker Diary" hat Kevin Brooks angeblich sein Lebenswerk abgeliefert. Jahre hat er an der Geschichte gearbeitet.

Und so ist eigentlich schon vor dem Lesen klar, dass es sich beim dem Buch nicht nur bloß um einen Thriller handelt, sondern dass die Handlung über sich selbst hinausweist. Dass man zwischen den Zeilen lesen muss, interpretieren, aufpassen - auch auf scheinbare Kleinigkeiten.
Das Erstaunliche schließlich ist, dass die Story trotz eines keineswegs offenen Endes bei alldem dennoch offen für eine jeweils individuelle Interpretation bleibt. Und daher sind meine Zeilen ebendies - absolut subjektiv und völlig ohne Anspruch auf Richtigkeit, denn der nächste Leser mag das Buch vollkommen anders interpretieren.

 
Bereits das Buchcover des „Bunker Diary“ bringt die Trost- und Ausweglosigkeit des Daseins im Bunker zum Ausdruck: kahle graue Wände, kein Entkommen möglich, das rote Kameraauge an der Decke. Wenn man das Buch in der Hand hält, wirkt es unglaublich dreidimensional, sodass man das Gefühl hat wie durch ein Fenster in den Bunker zu blicken, was ich sehr gelungen finde. Linus zeichnet in sein Tagebuch für den Leser eine Skizze des Bunkers, was ich sehr gut fand. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich ihn mir um einiges kleiner vorgestellt.
 
 
Der 16-jährige Linus beschreibt seine Erlebnisse in Tagebuchform. Hier findet man auch ziemlich am Anfang den schockierenden Satz: "


"Wenn es dich gibt und du das hier liest, bin ich wahrscheinlich tot."

 
Man erhält einen dichten Einblick in seine Gedanken und Gefühle und erfährt auch einiges aus seiner Vergangenheit.
 Er lebt seit einigen Monaten auf der Straße, nachdem er vor seinem eigentlich recht guten Leben als Sohn eines reichen Comiczeichners geflohen ist. Eines Tages wird er am helllichten Tag gekidnappt und kommt in einem unterirdischen Bunker wieder zu sich. Er glaubt zunächst an eine Lösegelderpressung, doch dann folgen weitere Personen: ein 9-jähriges Mädchen, eine junge Frau und drei Männer unterschiedlichen Alters.


Zu sechst sitzen sie jetzt in diesem Gefängnis fest und niemand kennt den Grund dafür. Sie unterhalten sich, bekommen zu essen - und sie schmieden Fluchtpläne. Doch diese Fluchtversuche bleiben natürlich nicht ohne Bestrafung und der Entführer ist da sehr erfinderisch. Essensentzug gehört noch zu den vergleichsweise harmlosen Dinge.
Ein Aufzug, der sich zu ganz bestimmten Zeiten öffnet und schließt, ist die einzige Möglichkeit, aus dem Bunker zu entkommen. Licht, Strom, Temperatur, sogar die Zeit wird von dem gesichtslosen Entführer gesteuert, der eine besonders perfide Imitation von Gott gibt.
 Irgendwann finden die Entführten darin eine Botschaft, die besagt, dass derjenige, der einen Anderen tötet, frei kommen würde. Was werden die Gefangenen tun?

Mit der Ankunft der zweiten entführten Person im Bunker ist bereits klar, dass die Handlung weit mehr unter die Haut geht, als zunächst vermutet. Und so ist es dann auch. Den Launen ihres Entführers, ihren eigenen Ängsten und dem Irrsinn der Mitgefangenen ausgesetzt wird der Bunker zum Inbegriff einer Hölle.


Es geht um Zerstörung. Ich denke die Hauptaussage in diesem Buch ist die Zerstörung: Wir zerstören uns selbst, mal langsam und unbemerkt, mal zielgerichtet und bewusst, mal zerstört uns eine Krankheit, mal geschieht die Zerstörung von außen - einfach so und ohne Sinn. Gibt es einen Gott? Die Frage wirft Brooks hier nicht konkret auf. Eine Bibel, eine der wenigen Utensilien, die von Beginn an im Bunker sind, ist bar jeder Funktion. Einmal liest Linus darin, weil ihm langweilig ist. Doch schnell legt er sie beiseite:


"... so langweilig nun auch wieder nicht."
"Nicht einmal essen kann man sie!".
 

Der zweite Gegenstand, der von Anfang an im Bunker ist, ist ein leeres Tagebuch. Dies scheint für Linus sehr viel nützlicher zu sein. Er beginnt zu schreiben. Bunker Diary.

Es hilft ihm, seine Gedanken zu ordnen, ein Gefühl von Selbstbestimmung aufrecht zu erhalten. Auch dann noch, als die ersten Fluchtversuche misslingen und die Situation schier hoffnungslos wird.
Die Story ist also sehr düster und alles andere als vorhersehbar. Normalerweise geht man davon aus, dass am Ende eines solchen Buches sowieso alles gut wird und die Hauptpersonen mit vielleicht ein oder zwei Verlusten frei kommen doch etwa in der Hälfte bekam ich so meine Zweifel. 
 
Die Charakter wären eigentlich schnell erzählt - es gibt immer hin nur sechs - doch die unglaubliche Vielschichtigkeit macht es mir nicht einfach.
 Da wären die neunjährige Jennifer und die Erwachsenen: Fred  (der große, zottelige, starke Bauarbeiter mit Drogenerfahrung), Anja  (Ende zwanzig, selbstsicher, selbstgerecht, egoistisch, gewohnt zu bekommen, was sie möchte), Bird (der dicke, arrogante Anzugträger) und Russel (der alte, dunkelhäutige, homosexuelle Philosoph).

Keiner von ihnen hat eine Ahnung, aus welchem Grund er gefangen wurde. Auch dem Leser wird nie ein Grund genannt, es reicht, dass wir aus Linus' Perspektive miterleben, wie die sechs da unten miteinander klarkommen -bzw. nicht klarkommen. Denn das ist bei so verschiedenen Leuten alles andere als einfach. Ein Junkie, ein Geschäftsmann, ein Todkranker, ein Ausreißer und verlorener Sohn, eine Tussi und ein kleines, armes Mädchen. Ich kann nichts an den Charakteren aussetzen, denn diese gravierenden Unterschiede zwischen den einzelnen Personen geben dem Buch das gewisse Etwas!

Anja und Bird halten sich für etwas Besseres und kooperieren nur selten, Fred kämpft mit Entzug und seinem Temperament, Russel ist todsterbenskrank. Die kleine Jenny - so hat man den Eindruck -, erträgt alles noch am leichtesten. Auch Linus arrangiert sich irgendwie. Die anderen benehmen sich typisch erwachsen. Schimpfen, jammern, beklagen sich, gehen aufeinander los.
Dass ihr Entführer sie auch noch auf Schritt und Tritt beobachten kann, macht alles schlimmer. Wenn sie Fluchtpläne schmieden, werden sie hart bestraft: mit Kälte, mit Wärme, Essensentzug, unerträglichen Lärm. Sie müssen um alles schriftlich betteln, ob sie es von dem Unbekannten bekommen, ist eine andere Sache. Kevin Brooks schafft es, ohne lange Charakterumzeichnungen, passende und authentische Personalitäten zu formen. Linus ist mir ans Herz gewachsen. Er ist sehr sympathisch, reflektiert, hat sein Herz am rechten Fleck und scheint die gute Seele unter den Entführten zu sein.
 
Man möchte meinen, dass es dort nicht viel gibt, das Spannung erzeugt, doch das Gegenteil ist der Fall. Dadurch, dass sich alles auf einem Fleck und auf eine Gruppe Menschen konzentriert, wird alles intensiver. Geradezu schmerzlich schält Brooks die Menschlichkeit von den Rippen der Eingesperrten, erzählt den Verlust von Würde, Stolz und Anmut geradezu grausam in genauer Betrachtung. Er nimmt uns mit auf einen Seelentrip, erschüttert unsere Grundwerte, rüttelt an unseren Gittern des menschlichen Verstandes. Und ich hatte nie das Gefühl, dass er übertreibt, dass so etwas nicht möglich wäre. Dass es nicht viel braucht, um uns all unsere Überzeugungen und Werte zu nehmen, uns auf bloße Instinkte zu reduzieren bis wir wie Tiere fast alles tun würde. Und dass unglaublich viel Kraft, Disziplin und Humanität nötig sind, um sich in den schlimmsten aller Verhältnisse, der Situation und den Mitgefangenen nicht ohne jedes Mitgefühls entgegenzustellen, das fand ich echt erschreckend an diesem Roman. Man kommt nicht umhin, an ähnliche menschenverachtende Experimente der Nazis zu denken oder auch an Sozialstudien in der Art des Milgram-Experimentes oder des Stanford-Prison-Experiments. Nur das ihr wisst, von welcher Stufe an Grausamkeit ich spreche!

Bis hierher hätte es eigentlich klar 5 Sterne verdient, aber da wäre dann das Ende - und die Bezeichnung als "Jugendroman".
Abgesehen davon, dass es aus der Sicht eines 16-jährigen verfasst wurde, ist es meiner Meinung nach nicht wirklich für Jugendliche geeignet. Es hat echtes Potential für beklemmend reale Alpträume. Der Plot erinnerte mich auch stellenweise erschreckend an die Horrorfilmreihe "Saw". Ich würde es auf gar keinen Fall als Jugendroman ausschreiben, da es unfassbar hart ist und manche Jugendliche wahrscheinlich nicht damit umgehen können.

Auch mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden. Natürlich ist es umwerfend gut aber nach dieser Story hätte ich doch ein kleines Bisschen mehr Auflösungen erwartet. Ein kleiner Epilog hätte da vielleicht noch einiges erklärt. Und so musste ich das Buch leider mit einem unguten Gefühl weglegen. Dies ist aber sicher kein Buch, das man nach dem Lesen einfach zurück ins Regal stellt. Es hallt nach, bringt uns zum Nachdenken. Das Ende des Buches bedeutet für den Leser noch nicht das Ende der Geschichte: ihre Eindrücke werden ihn noch eine Weile verfolgen.
 
 
 
Fazit:

Kevin Brooks gelingt es bravourös, den Gedanken und Gefühlen des Jugendlichen Linus Ausdruck zu verschaffen. Die Charaktere erscheinen so lebendig und man fiebert sofort mit. Auch die bedrückende Atmosphäre und die Umgebung kann man sich als Leser sehr gut vorstellen.
Die Geschichte hat mich sofort gefesselt und ich habe das Buch praktisch in einem Rutsch durchgelesen.

Erschütternd, zu Tränen rührend, ohne einmal ins Klischee abzurutschen und mit einem erschreckend authentischen Ende.

Ganz sicher keine leichte Lektüre!


Montag, 29. August 2016

Kreatives Schreiben lernen



Du würdest gerne etwas kreatives schreiben, doch du glaubst vielleicht, dass es dafür viel Vorbereitung, Material, Vorwissen und dergleichen braucht, um loslegen zu können? Das stimmt nicht! Hier habe ich versucht einige Tipps, Tricks und Inspirationen zusammen zu stellen um euch dazu motivieren, einfach zu beginnen.
 
 

 

Was du wirklich brauchst

Das Wichtigste, was es benötigt einen guten Text zu schreiben hast du bereits – Ihr könnt alle lesen und schreiben! :-)
Ansonsten braucht man erstmal für den Start einen Stift und ein Blatt Papier, kariert, liniert, bunt, ganz egal.
Darüber hinaus benötigt man dann nur noch etwas Mut.
Mut, Worte aufs Papier zu bringen.
 
Für den Beginn braucht man keine Anleitungen, Stilguides oder Rechtschreibregelbücher, egal was andere Sites behaupten. Man muss weder die Kommaregeln perfekt beherrschen, noch irgendwelche Fremdwörterbücher auswendig lernen. Auch Richtlinien, Kritiker oder Ideenmaschinen sind vollkommen unnötig.
Denn all das behindert die meisten Menschen dabei, einfach munter drauf loszuschreiben und genau das ist schließlich der Sinn von kreativem Schreiben. Schreiben lernt man nur durch das Schreiben. Egal, wie viele Fehler man macht, egal, ob die Texte zu lang, umständlich oder fad sind – wichtig ist, dass man es probiert!
 
Sehr nützlich ist es natürlich, wenn man eine möglichst große Lust zum Schreiben mitbringt. Fabulierlust, Dichtlaune, Erzählfreude – das sind wertvolle Motivationsquellen.
Auch ein gewisses Maß an Kreativität und Geduld ist gefragt um auf längere Sicht auf Ideen zu kommen. 

 
 
 

Eine kurze Anleitung

 

1.

Am Anfang steht natürlich die Idee!
Oft kommen einem irgendwelche Ideen einfach so im Alltag zwischendurch ohne das man angestrengt darüber nachdenkt. Natürlich kann man sie in einem Notizbuch notieren, Brainstormen oder sich sonstig Inspiration holen, doch das ist nicht zwingend notwendig.
 

2.

Wenn du eine vage Richtung im Kopf hast, überlege dir zuerst einen Themenbereich und was für eine Textform du anpeilen willst. Denke aber auf gar keinen Fall zu viel über Genaues nach, sonst verlierst du den Mut bevor du überhaupt angefangen hast.
Das ist mitunter das Schwerste für Anfänger: Einfach schreiben. Denn im Nacken sitzt dir immer die Angst etwas falsch zu machen und die Fragen "Wie mach ich das denn nun genau?" Es gibt kein Patentrezept, niemanden, der dir das abnehmen kann, was du nun tun sollst: Schreiben! 
 
 

3.

Und dann geht es los. Meine Ideen sind zu Beginn auch immer nur kleine Gedankenblitze und Fetzen aus Träumen, der Rest ergibt sich dann. Wenn du nicht mehr weiter kommst, hilft es oft, es einfach wegzulegen, es wann anders noch mal durchzulesen und weiter zu schreiben.
 

 

 

Texte überarbeiten

 
Irgendwann bist du bei der Rohfassung angelangt. Die gilt es dann zu überarbeiten, bis ein ansehnlicher Text daraus wird:

  • Natürlich ist zuerst mal der Inhalt dran. Es bringt wenig die Form oder Sprache zu stilisieren und danach doch die Passage wegzustreichen. Dazu hat man viele Möglichkeiten, die aber immer etwas vom Text abhängen. Man kann Reihenfolgen ändern, etwas streichen oder hinzufügen, Formulierungen ändern, so lange bis es einem gefällt.
 
  • Dann kann man auch auf Rechtschreibung und Sprache achten. Man muss es nicht komplett glatt schleifen, da bei kreativem Schreiben der Schwerpunkt vor allem auf dem Inhalt liegt, doch man sollte versuchen die Alltagssprache abzulegen. Damit ist nicht gemeint, schwierige Wörter zu benutzen sondern viel mehr darauf achten soll, Füllwörter zu vermeiden.
 
Dazu ein Beispiel:
 
"Ja, wenn du dann mit Schreiben anfängst, dann versuch mal leicht darauf zu achten nicht so banal daherzureden. Meistens schwafelt man nämlich immer nur so daher."    
 
Wenn ich aus diesem Satz jetzt alle unnötigen Füllwörter streiche klingt es schon ganz anders.
 
 
"Ja, wenn du dann mit Schreiben anfängst, dann versuch mal leicht darauf zu achten nicht so banal daherzureden. Meistens schwafelt man nämlich immer nur so daher."     
 
Also wird daraus:
 
"Wenn du mit Schreiben anfängst, versuche darauf zu achten, nicht banal zu reden. Meistens schwafelt man nur."     
 
 
  • Dann kann man versuchen die Umgangssprache zu vermeiden.
 
"Wenn du mit dem Schreiben beginnst, versuche darauf zu achten, keinen banalen Text zu verfassen. Häufig schreibt man zu viel um wenig zu sagen."
 
  
  • Auf die richtige Zeitform zu achten, kann ebenfalls die Qualität des Textes verbessern.Viele tendieren dazu, das perfekt zu verwenden, wenn sie einen Text schreiben, da man diese Vergangenheitsform vor allem beim Reden verwendet.  
Beispiel:
 
Präteritum: Ceragon schlich sich näher an den feindlichen Drachen, bis der Rauch aus den Nüstern des schlafenden Ungeheuers seine Hand streifte.

Perfekt: Ceragon hat sich näher an den feindlichen Drachen angeschlichen, bis der Rauch aus den Nüstern des schlafenden Ungeheuers seine Hand gestreift hat.
 
Das Präteritum hört sich dabei viel eleganter an. Der zweite Satz im Perfekt klingt darüber hinaus, als hätte ihn jemand gesagt, der schon weiß, wie die Geschichte ausgeht. Null Spannung also. Der erste Satz im Präteritum klingt, als würde man direkt hinter Ceragon stehen. Man ist dichter an der Handlung dran.     
 
  • Natürlich kann man noch viel mehr überarbeiten und verändern doch reicht dann oft etwas zu weit für einen normalen Text. Wer sich dafür interessiert kann gerne hier weiterlesen.  
  •  

 

 

 Weitere Nützliche Tipps

 
  •  Hilfreich können auch bei Blockaden Wörterbücher sein. Die meisten Menschen nutzen im Alltag einen mehr oder weniger begrenzten Wortschatz – den so genannten aktiven Wortschatz. Über die Begriffe, die wir automatisch täglich nutzen hinaus, kennen wir aber viel mehr Wörter – das ist der passive Wortschatz. Leider fallen uns Wörter nicht immer dann ein, wenn wir sie brauchen. Und genau dafür sind Wörterbücher eine feine Sache.
Ich würde, wenn du bemerkst, dass du dauerhaft schreiben möchtest, die Anschaffung folgender Werke empfehlen:
 
Ein Wörterbuch der deutschen Sprache – Ein solches Werk dient als Nachschlagewerk oder auch zum Stöbern zwischendurch. Man kann sich angewöhnen, täglich für 10 Minuten darin zu blättern und damit den Wortschatz ganz automatisch stetig erweitern.
 
Ein Synonymlexikon – Das ist für den alltäglichen Gebrauch sehr nützlich. Wer schreibt, wird immer wieder an einen Punkt kommen, wo man ein Wort schon mehrfach benutzt hat – aber es fällt einem einfach kein anderer Ausdruck dafür ein. Ein Blick in ein Synonymlexikon zeigt eine Fülle an sinnverwandten Begriffen, so dass du deine Texte reicher und bunter gestalten kannst.
 
Extra-Tipp: Viele Textverarbeitungsprogramme, wie z.B. Word, bieten auch einen so genannten “Thesaurus”, mit dem man oft schon ein gutes Stück weiterkommen kann.
 
 
  • Dann kann man sich natürlich Schreibforen, Schreibzirkel oder anderem anschließen, oder  mit anderen Schreiberlingen in Kontakt kommen. Im Internet gibt es z.B. viele Seiten mit Schreibforen und Schreibwerkstätten und im “realen Leben” Schreibzirkel und dergleichen mehr. Kontakte zu anderen Schreibern können sehr inspirierend, aber auch ausgesprochen frustrierend sein. Hier ist empfehlenswert, sich vorher gut zu überlegen, was man sich “zumuten” will. Schreibforen, in denen Texte regelmäßig zerfetzt und auseinander genommen werden, sind etwas, das sich meiner Ansicht nach gerade Schreibanfänger/innen nicht antun sollten. Achte also auf eine angenehme, sympathische und wohlwollende Atmosphäre.
 
  • Es gibt auch Workshops und Seminare zu den verschiedensten Themen rund um das Schreiben. Wer sich dafür interessiert, es gibt ganz unterschiedliche Angebote. Ein Selbstlernkurs Kreatives Schreiben, der sich speziell an Einsteiger richtet oder einen Selbstlernkurs zum autobiografischen Schreiben, der für alle ist, die ihre eigene Lebensgeschichte schreiben erforschen möchten. Es gibt aber auch Fachseminare z.B. zum journalistischen Schreiben, Werbetexten und mehr.
 
 

 

Spezielle Tipps zum Thema "Kurzgeschichte" 

 
Die bisherigen Tipps kann man allgemein anwenden, aber es gibt einige Unterschiede zwischen einer Kurzgeschichte, einem Gedicht und einer Geschichte im Allgemeinen bzw. einem Roman.
 
Die Kriterien einer Kurzgeschichte, die mir noch von der Schule in Erinnerung geblieben sind:
  1. Offener Anfang und offenes Ende
  2. Direkt in die Geschichte einsteigen, keine Einleitung
  3. Charakterisierungen eher kurz halten / auf ein paar Punkte beschränken
  4. Müssen nicht unbedingt kurz in der Länge sein, können also viele Seiten haben
Dann ist es natürlich überflüssig 15 verschiedene Teile abzuhaken ehe man mit der Arbeit beginnt. Nichtsdestotrotz sollte man sich Gedanken um die Charaktere und die Aussage machen. Denn gerade darin - es kurz aber trotzdem deutlich zu sagen - liegt die Kunst. Mehr zu Kurzgeschichten findest du hier.


 
 

Spezielles zu der Form "Gedicht"

Möchtest du selber ein Gedicht schreiben, dann kann dieses Gedicht etwas sehr persönliches sein. Es mag zwar ein klein bisschen mehr Aufwand sein, selbst ein Gedicht zu verfassen als eine Kurzgeschichte, aber es lohnt sich immer.
 
Wie fängst du ein Gedicht an?
 
Als erstes brauchst du natürlich wie bei allem anderen auch eine ungefähre Idee, wovon dein Gedicht handeln soll. Stell dir am besten ein paar Fragen:
  • Was ist der Anlass? Weshalb schreibst du das Gedicht?
  • Welches Gefühl oder welche Gedanken möchtest du vermitteln? Welche Stimmung willst du verbreiten?
  • Möchtest du etwas bestimmtes aussagen?
 
Außerdem gilt es zu entscheiden, welche Form von Gedicht du schreiben möchtest. Für den Laien gibt es da zwei grobe Blöcke: das gereimte und das ungereimte Gedicht. Man kann also auch bei einem Gedicht den Schwerpunkt auf den Inhalt legen und die Form erstmal etwas vernachlässigen.
Mehr zu Gedichten findest du hier.
 
 
 

Fazit

 
 
Also, viel Gerede und was ist der Schluss daraus?
 
Setzt euch einfach dran und beginnt zu schreiben, verbessern oder wegwerfen kann man auch später noch!!!!
 
 
 
Liebe Grüße und viel Spaß beim kreativ werden!
 
Eure Sophia
 
 

Sonntag, 28. August 2016

Philadelphia, Pennsylvania

 

Hallihallo!
 
Bevor ich mit meinem Post beginne, möchte ich nur noch ganz kurz erwähnen, dass ein paar der Bilder die ich verwende nicht meine eigenen sind, aber ich werde sie demnächst durch meine eigenen Fotos ersetzen. Ich habe zum bloggen nämlich nur ein Pad dabei, bei dem es ziemlich umständlich ist, die Fotos draufzuziehen :/. Ich hoffe ihr versteht das. 
Viel Spaß!

17.- 19. August


Nachdem wir New York am 17. August leider auch schon wieder verlassen mussten, ging es direkt weiter nach Philadelphia. 
Auch wenn uns die Stadt nach New York eher klein erschien, ist sie mit ca. 1 526 000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt in den USA.

Als erstes aufgefallen sind mir natürlich diese 2 Hochhäuser, die meiner Meinung nach mega cool aussehen.



Quelle: Hier!



Liberty Bell & Independence Hall

Bildergebnis für philadelphia liberty bell
Quelle: Hier!
Am 2. Tag unseres Aufenthaltes sind wir direkt zur größten Sehenswürdigkeit gelaufen, die Philadelphia zu bieten hat, Liberty Bell. 
Die Liberty Bell hat eine große Bedeutung in der Amerikanischen Geschichte und steht auch heute noch für die Unabhängigkeit und Einheit der USA. 

Quelle: Hier!
Ebenfalls besichtigt haben wir die Independence Hall, in der die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben wurde.

Nach einem Abstecher zum Essen in die Markthalle war es dann auch schon relativ spät, sodass wir zurück zu unserem Hotel gegangen sind, damit wir fit sind für die Weiterreise am nächsten Tag.

Magda

Samstag, 27. August 2016

Blind Walk

 
Allgemeines:
 
Titel: Blind Walk
Autor: Patricia Schröder
Verlag: cbj (12. September 2016)
Genre: Mysterie-Thriller
ISBN:  978-3649617495
Seitenzahl: 448 Seiten
Preis: 17,95€ (Gebundene Ausgabe)
12,99€ (Kindle-Edition)
9,99€ (Taschenbuch)
 
 
 
Inhalt:
 
"Ich renne, ohne mich umzuschauen. Es interessiert mich nicht, ob es hell ist oder dunkel, ob ich durch den Wald rase oder eine Lichtung überquere und ob es bergauf geht oder einen Hang hinunter. Ich renne einfach!"
 
Als die 17-jährige Lida Donelley zusammen mit ihrem Freund Jesper, die seit einem halben Jahr ein Paar sind, an einem sogenannten „Blind Walk", einem Event aus dem Internet, teilnimmt, rechnet sie mit nicht mehr als ein bisschen Nervenkitzel. Zusammen mit fünf anderen Jugendlichen, die sie nicht kennen, werden Lida und Jesper mit verbundenen Augen in der Wildnis ausgesetzt, ausgestattet mit einem Kompass und ein paar wenigen Gegenständen. Doch von Anfang an ist die Stimmung in der Gruppe hochexplosiv.
Die Situation droht zu eskalieren, als die Jugendlichen nach kurzer Zeit die Leiche einer der Männer finden, die sie in den Wald gebracht haben. Lida beschleicht das unheimliche Gefühl, dass sie beobachtet werden. Schon bald wird dieser erste Verdacht zur bösen Gewissheit: Irgendjemand da draußen macht Jagd auf sie. Und der Jäger scheint es dabei vor allem auf sie, Lida, abgesehen zu haben.
 
 
 
Bewertung:
 
"SIEBEN JUGENDLICHE, AUSGESETZT IM NIRGENDWO, IN EINEM SPIEL, AUS DEM ES KEIN ENTKOMMEN GIBT!!!!!! "
 
Das hatte ich zumindest gedacht!
 
Ich bin etwas unschlüssig, was sich von diesem Buch halten soll, da es sich irgendwie als so gar nicht das herausgestellt hatte, was sich erwartet hatte. Ich bin also davon ausgegangen, dass es sich um einen spannende Jugendthriller handelt, in dem sieben Jugendliche ums Überleben kämpfen wie es auf dem Klapptext geschildert wurde. Dass es nicht ganz so lief, hat mich weniger irritiert als das Buch eine etwas -ich nenne es mal übersinnliche Richtung- einschlug. Darauf konnte ich mich jedoch nach einiger Zeit einlassen. Es gab einige kleinere Logikfehler. Hallo, ein Waldgebiet in Deutschland, das so groß und unberührt ist, dass man tagelang dort herumstrolchen kann, ohne einen Ausweg zu finden? Sorry, das ist lächerlich, Schlucht und Felsen hin oder her. In den USA hätte ich es akzeptiert, auch in Skandinavien. Aber nicht irgendwo zwischen Hessen und Bayern. Sonst aber ist die Geschichte nett ausgearbeitet. Was in der Buchbeschreibung vorher nicht deutlich wurde ist, dass der Missbrauch von Organspenden in diesem Buch eine zentrale Rolle spielt. Dies hat mich sehr positiv überrascht, vor allem, da das Thema hier sehr gut umgesetzt wurde.
 
Das Buchcover ist einfach nur toll, die Farbauswahl gelb schwarz finde ich sehr gelungen und auch der angedeutete Wald passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Es wird spannend und geheimnisvoll. Das Buch ist mit einem Schutzumschlag versehen und nimmt man diesen ab wird man gleich nochmals überrascht, denn nun hält man ein schwarzes Buch mit gelben Ästen in Händen. Die Überraschung fand ich gelungen und es hat mir sehr gut gefallen, zumal ich so etwas noch nie gesehen habe. Das Buch besteht aus drei Teilen und jeder Teil ist wieder mit der Zeichnung vom Cover unterlegt. Wirklich toll gemacht.
 
Zu den Charakteren: Lida ist 17 Jahre alt und mit Jesper locker befreundet. Sie scheint sich aber mehr von dieser Verbindung zu erhoffen. Jesper ist 20 Jahre alt und wird von Lida zum „Blind Walk“ überredet.
Und dann sind da noch Thore, der vom Typ her ein Anführer ist, Joy, die eher pragmatisch denkt und in der Lida eine Art Freundin findet, Birger, der eher ein Streber ist, Isabel, die verschlossen ist und ein wenig verrückt wirkt und Natascha, die gut aussieht und Jesper schöne Augen macht. Sie alle bleiben aber in meinen Augen eher blass und ohne Tiefe. Nur Lida ist so ausgearbeitet, das man sie sich richtig gut vorstellen kann. Leider konnte ich mich am Anfang trotzdem nicht mit ihr identifizieren. Im ersten Drittel des Buches war si Emir sogar abgrundtief unsympathisch in den Dingen die sie sagte und tat. oft konnte ich nicht anders als die Augen zu verdrehen und zu denken: "Meine Güte, was für eine Zicke!" Es wurde besser, aber bis zum Schluss konnte ich mich nicht wirklich mit dem Mädchen anfreunden. Bei den seltsamen Namen aller Beteiligten musste ich immer grinsen. Da hätten bei all diesen Lidas, Jespers, Thores, Birks, Joys, Nataschas und Isabellas eigentlich nur noch Jaqueline und Kevin gefehlt.
 
Was mir sehr gefallen hat ist, dass die Autorin die Leser praktisch live am Blind Walk teilnehmen lässt. Schon gleich von Anfang an beginnt das Psychospiel. Doch wer spielt hier falsch? Viele kleine Wendungen und Spannungen zwischen den Charakteren machen den Plot erst richtig interessant. Das die Geschichte dann schließlich auch was Übernatürliches bekommt, macht die Geschichte deutlich spannender. Damit hätte ich absolut nicht gerechnet. Man fragt sich ständig: Wer oder Was steckt dahinter? Was hat das alles zu bedeuten? Fragen über Fragen!
Ein Verwirrspiel beginnt, dass hat die Autorin sehr gut beschrieben. Alle Beschreibungen waren sehr lebendig, als wäre man dabei. Man spürt schon richtig die "Angst und die Spannung" beim lesen, ich meinte ständig, mittendrin zu sein! Nervenkitzel pur! Der Spannungsbogen steigt von Seite zu Seite und kurz vor dem Ende haut er nochmal richtig rein. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Es gibt einiges womit man nicht gerechnet hat und das macht die Geschichte noch mysteriöser und spannender!
 
Der Schreibstil der Autorin ist einfach gehalten und flüssig zu lesen. Es wird jugendliche Sprache benutzt, die anders als bei zum Beispiel "Numbers" trotzdem noch schönes Deutsch ist. Die Autorin scheint wirklich zu verstehen, wie Jugendliche ticken. Es wird alles recht gut beschrieben und wirkt super lebendig. Die Beschreibungen des Waldes, der Natur und auch Stens außerkörperliche Erfahrungen haben so einen ganz eigenen Beigeschmack gehabt, der mir sehr gut gefallen hat und mich durch die Seiten fliegen ließ.
 
 
"Über mir grollt der Donner. In immer kürzeren Abständen entladen sich die Blitze am Himmel, knapp zwanzig Meter von mir entfernt fährt einer in eine kräftige Tanne. Ich spüre wie der Boden vibriert und halte für einen Augenblick inne, weil ich mir das Schauspiel nicht entgehen lassen will. Für einen Moment steht die Tanne noch kerzengerade da. Ihre Äste wogen im Wind. Es wirkt auf mich als würde sie verzweifelt Halt suchen."

 
Wie auch schon in der Meerestrilogie von Patricia Schröder wird vor allem auf Gefühle wertgelegt. Geschildert wird das Geschehen hauptsächlich aus der Sicht von Lida in der Ich-Perspektive. So bekommt man als Leser gegen später einen doch recht guten Draht zu ihr. Es gibt aber noch einen zweiten Erzählstrang, den von Sten. Er ist der Junge, der im Krankenhaus im Koma liegt. Seine Passagen sind im Schriftbild anders dargestellt. Die Handlung ist an und für sich schön spannend. Es gibt mysteriöse Dinge, die den Leser rätseln lassen. Manche Wendung hat mich wirklich überrascht und ich musste weiterlesen um zu erfahren was sie bedeutet.
Was ich allerdings doch eher unglaubwürdig empfand war die Beziehung zwischen Sten und Lida.
Es ist sehr schnell die Rede von Liebe, was ich persönlich als ein wenig übertrieben empfand.
Das Ende ist ein packendes Finale, das noch einiges rausholt. Es wird alles zur Zufriedenheit des Leders aufgelöst und alle offenen Fragen werden komplett erklärt.
 
 
 
Fazit:
 
Die Autorin baute mit diesem Thriller eine interessante und vor allem spannende Geschichte auf, die mir trotz einiger kleinen Fehler und Schwächen der Charakter, schöne Lesestunden brachten.
 

Freitag, 26. August 2016

Der Ruf des Turul - Im Zeichen des Falken

 
Allgemeines:
 
Titel: Der Ruf des Turul - Im Zeichen des Falken
Autor: Sarah Schäfle
Verlag: Stephan Moll Verlag (27. Februar 2016)
Genre: Fantasy
ASIN: B01CBIOMPW
ISBN-10: 3940760986
ISBN-13: 978-3940760982
Seitenzahl:334 Seiten
Preis: 2,99€ (Kindle-Edition)
10,50€ (Taschenbuch)
Weitere Bände: Ildikos Erben;
Die Macht des Taltós
 
 
 
Inhalt:
 
"Du kannst weglaufen, doch du kannst nicht entkommen!
Ich werde dich überall finden, du kannst dich nicht verstecken!
Ich werde alle finden, die du liebst. Alle werde ich sie töten.
Dich zuerst stirbst du, Madeleine!"
 
 
Madeleine Binder ist ein ganz normales 16-jähriges Mädchen - dachte sie zumindest. Doch plötzlich kann sie Feuer aus ihren Händen fließen lassen, Spiegel zerspringen, wenn sie wütend wird, und sie hat dunkle Visionen. Erzählen kann sie davon nur ihrer besten Freundin Anja. Durch Zufall findet Madeleine eine kleine Statue eines Turuls -ein ungarischer Sagenvogel- in der Wohnung ihrer Großmutter und erfährt so, dass sie eine Turulträgerin ist und magische Kräfte hat.

Während Madeleine nun lernen muss, mit ihren Kräften umzugehen, verhält sich ihr Freund Jan, mit dem sie erst seit kurzem zusammen ist, sehr merkwürdig und zieht sich immer mehr von ihr zurück. Schließlich beendet er sogar ihre Beziehung.

Und auch der neue Mitschüler, Thilo, verhält sich seltsam. Er sucht das Gespräch mit Madeleine, als er erfährt, dass er adoptiert wurde. In der darauffolgenden Nacht überschlagen sich die Ereignisse. Nachdem ein Brandanschlag auf die Wohnung der Binders verübt wurde, schickt Eva Binder ihre Tochter umgehend zu ihrer Großtante Eszter nach Budapest. Anja darf ihre Freundin begleiten. In der ungarischen Hauptstadt können die Mädchen ihren Nachforschungen weiter nachgehen ...
 
 
 
 
Bewertung:
 
"Die Dunkelheit erhellte sich nur langsam"
 
Das ist der erste Satz des Buches und ich finde ihn unglaublich passend für die Entwicklung des Plots. Als Leser und auch für die Hauptpersonen erhellen Erkenntnisse nur sehr langsam die Dunkelheit und bringen immer mehr ans Licht. Doch bevor ich mich noch weiter in "Licht-Wortspiele" verstricke, will ich noch etwas zum Cover sagen.
 
Es trägt blaue Farbkleckse in Batik-Manier und die leicht krakeligen Umrisse eines Vogels, vermutlich denen eines Falken. In weißer Farbe schwebt darüber der Titel und die Autorin. Auch wenn ich diese Beschriftung etwas unübersichtlich finde, spricht mich das Cover an und passt zum Buch.
 
"Im Zeichen des Falken" startet sehr gemächlich und überschaubar in das normale Leben von der sechzehnjährigen Madeleine Binder. Sie geht zur Schule, trifft sich mit Freunden, verliebt sich und telefoniert mit ihrer besten Freundin, was Jugendliche eben so tun. Durch den Sarkasmus und den Witz, den Maddie aber im Alltag zeigt, wird es trotzdem nicht langweilig und man hat wenigstens viel Zeit um die Charaktere kennenzulernen.
 
Vor allem Madeleine, die Hauptperson, die aus der Ich-Perspektive ihre Geschichte erzählt, war mir sofort sympathisch. Sie ist ein Tollpatsch und amüsiert und als Leser und ihre Freunde mit schrägen Aktionen.
 
 
"Warum hat das keiner gefilmt?", fragte Jan immer noch lachend.
"Brennt es in euer Gedächtnis ein, damit ihr es in den passenden Momenten hervorholen könnt!", meinte Anja und klopfte mir aufs Knie.
Ich grinste nur breit. Andere Leute mit meinen peinlichen Aktionen zu amüsieren, war schließlich eines meiner größten Hobbys."
 
 
  Sie sagt immer ehrlich, was sie denkt und lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Dank ihrer offenen Art, die Welt zu sehen hat es mir sehr viel Spaß gemacht, dem Plot zu folgen.
 
Auch Anja, ihre Mystik-besessene beste Freundin hat mir als Charakter zugesagt. Sie ist quirlig, lebendig und immer gut gelaunt, somit also die perfekte beste Freundin. Mit der Begeisterung, die sie gegenüber Maddies neuen Gaben an den Tag legt, hat sie das ein oder andere Mal zum lachen gebracht. Sie schreibt alles auf, was sie herausfinden und sammelt es in einem großen rosa Schuhkarton -hallo?!? ;)
 
Dann gibt es da noch Jan und Thilo. Was ich genau von Jan halten soll, weiß ich nicht. Man weiß, dass er Geheimnisse hat und auch irgendwie in die ganze Sache verstrickt ist, doch auf welcher Seite er steht, wird nicht ganz klar. Thilo dagegen ist mir sehr sympathisch, auch wenn er etwas blass bleibt.
 
Was mir sehr gut gefallen hat, ist der Handlungsstrang in Budapest. Als sich die Ereignisse überschlagen werden die beiden Mädchen von Maddies Mutter nach Ungarn zu Tanta Eszter geschickt. Diesen abrupten Schauplatzwechsel fand ich sehr interessant, genau wie auch die Familiengeheimnisse, mysteriösen Bilder und Briefe so wie die Visionen, die Maddie von düsteren Häusern und Porträts erhält. Ausgerechnet Ungarn zur Schlüsselstelle zu wählen, hat mich etwas überrascht. Diese Tendenz nach Osten ist etwas komplett anderes, verglichen mit anderen Büchern. Auch die Sagen mit dem Turul ist komplett neu und absolut nicht geklaut. Und sehr spannend - diese Sagengestalt gibt es tatsächlich!!!!
 
 
"Nein, dachte ich nur, nein!
Eisige Kälte umfing meinen Körper, hüllte mich ein und versuchte mich in die Knie zu zwingen. Eine fremde und abstoßende Präsenz berührte mich mit ihrer Kälte, umschlang mich und raubte mir den Atem. Aber in mir regte sich Widerstand und leise Wut, die stetig wuchs und alle Ängste überlagerte. Ich würde nicht zulassen, dass meinen Freunden etwas zustieß!"
 
 
Auch die Spannung steigt nach anfänglichen leichten Startschwierigkeiten rasant an. Die Bedrohungen werden mysteriöser, die Flucht rasanter, die Orte gruseliger und das Ausmaß größer. Bald konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist in der Entwicklung des Plots innerhalb des Buches eine klare Steigerung zuerkennen. Ganz nach dem Motto "Die Dunkelheit erhellte sich nur langsam" kommt immer mehr auf den Tisch, das gleichzeitig noch mehr Fragen aufwirft. Und wenn es im nächsten Teil so weiter geht, wird es irgendwann ganz schön nervenaufreibend werden.
 
Der Schreibstil von Sarah Schäfle hat mir sehr gefallen. Er ist sehr locker und leicht geschrieben, sodass man das Buch sehr schnell durchbekommt. Sie hat es sehr mit Witz, Ortsbeschreibungen und unaussprechlichen Namen.
 
 
"Ohne ein Wort zu verlieren schlugen wir uns durch hohes Gras und Gestrüpp bis die Treppe vor uns lag. Nun war auch der letzte Zweifel beseitigt. Die Fassade sah noch renovierungsbedürftiger aus als in meinem Traum. Überhaupt war das haus verglichen mit den anderen Gebäuden in dieser Straße völlig verwahrlost du wirkte fehl am Platz. Große Teile des grauen Putzes waren bereits abgefallen und von den hölzernen Fensterrahmen blätterte die weiße Farbe ab.
Die Fenster selbst waren schwarze leere Augenhöhlen, die uns musterten wie Eindringlinge."
 
 
  Als einzigen Kritikpunkt muss ich die Glaubwürdigkeit anbringen, die mir an manchen Stellen etwas gefehlt hat. Man sieht die Richtung und durchschaut den Sinn von gewissen -natürlich rein zufälligen- Handlungen oder Dialogen schon beim Lesen und kann an anderen Stellen kaum an einen Zufall glauben. Dadurch wirkt das Konstrukt auf das die Geschichte aufbaut zu manchen Zeitpunkten etwas wackelig.  
 
Trotzdem hat es mir sehr viel Spaß gemacht es zu lesen und das ein oder andere wird bestimmt noch in den zwei weiteren Teilen aufgeklärt, auf die ich mich sehr freue. Nicht zuletzt der miese Cliffhanger im Epilog macht mich sehr gespannt auf die Fortsetzung.
 
 
 
Fazit:
 
Alles in allem ist "Im Zeichen des Falken" ein guter Start zu einer interessanten neuen Trilogie mit authentischen Charakteren, viel Spannung, Humor und Mystik.
 
 
An dieser Stelle möchte ich mich noch bei der Autorin Sarah Schäfle bedanken, dafür dass sie uns ihre Buchreihe als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellt.
Vielen vielen Dank!!!
 

Donnerstag, 25. August 2016

Montagsfrage 22.08.16

Etwas verspätet noch die wöchentliche Montagsfrage von Buchfresserchen.
 
 

Wie kommst du mit einem offenen Ende oder einem Cliffhanger klar?

 
Natürlich muss ich gleich klarstellen: ich bin ein Fan von Happy-Ends. Mit offenen Enden komme ich auf jeden Fall besser klar als mit einem schlechten Ende. Zwar regt es mich immer etwas auf, nicht genau zu wissen, was man sich jetzt vorstellen soll, vor allem wenn es ein einzelner Band ist, doch so kann ich mir wenigstens noch zusammenbasteln, wie ich es gerne hätte. Bei traurigen Enden muss man die Tragödie einfach hinnehmen und ohne Lächeln den Buchdeckel schließen. Natürlich ist das bei manchen Büchern gut und realistisch, doch mein Leserherz hätte sich trotzdem ein schönes Ende gewünscht.
 Wenn es im Buch Andeutungen gegeben hat oder man schon ungefähr weiß, wie es ausgehen muss, ist es nicht allzu schwierig, sich selbst etwas auszudenken. Diese Art von halboffenen Enden ist mir dann manchmal sogar lieber, da sie dann schon nicht konstruiert oder überhastet wirken können.
 
Wenn es aber der letzte Teil einer Reihe ist und man den Charakteren schon viele viele Seiten durch Leid und Glück gefolgt ist, kann ich ein offenes Ende absolut nicht haben, sondern muss genau wissen, was sich der Autor oder die Autorin sich für jeden einzelnen Charakter ausgedacht hat.
 
 
Cliffhanger hingegen sind zwar sehr mies, halten so aber die Spannung auf den nächsten Teil des Buches immer konstant. Man vergisst das Ende nicht so schnell und muss sich nicht erst fragen, was nochmal als letztes passiert war. Das warten bis der nächste Band rauskommt ist dann immer etwas bittersüß.
Was aber gar nicht für mich geht, sind Cliffhanger am Ende eines Einzelbandes. Das habe ich auch schon erlebt, zum Beispiel bei Thrillern. Wenn auf den letzten Seiten noch mal etwas passiert oder angedeutet gesagt wird, das einen den gesamten Sinn des Buches noch einmal überdenken lässt und man unbedingt wissen will,  was jetzt passiert, doch es kommt einfach nicht mehr. Das ist einfach nur Folter, auch wenn es eigentlich genial ist.
 
Ich bin also nicht ganz sicher, wie ich zu offenen Enden oder Cliffhanger stehe, da es immer etwas auf die Geschichte ankommt.
 
Wie sieht das bei euch aus?
 
 
LG Sophia

Londonfahrt 11.07. - 15.07.2016

 
 

Hallihallo,
 

wie ihr vielleicht dem ein oder anderen Post schon entnommen haben konntet, waren Magda und ich mit unserem bilingualen Sprachzug auf Tour durch London. In 5 Tagen haben wir versucht so viel wie möglich von dieser tolle Stadt mitzunehmen und an unseren Erlebnissen und Erfahrungen wollen wir euch natürlich teilhaben lassen.

 
 

 Montag, den 11. Juli 2016

Nach einer anstrengenden Reise mit dem Zug, dem Flugzeug und dem Bus kamen wir gegen Nachmittag in unserem Hotel an, das sich direkt am Hyde Park befand. Wir waren in Stansted Airport mit Rayanair gelandet nachdem wir einen wirklich tubulösen Flug überlebt hatten (ich habe Flugangst ; /).
 
Mein erstes Highlight des Tages war danach meine erste Fahrt mit dem Underground.
Ich musste lachen, als eine gelangweilte Frauenstimme wirklich "Mind the gap" durchsagte.
 Spätestens in dem Moment, war ich wirklich in London angekommen.

Zufällig kamen wir dann noch am  Palace-Theatre vorbeigekommen an dem für die Premiere für "Harry Potter and the cursed child" geworben wurde, die am 30. Juli dort stattfand.


 
Auf der Millenium Bridge in der Nähe von St. Paul´s Cathedral haben wir dann die Themse überquert und uns auf den Weg zum Globe Theather gemacht. Wir hatten uns Karten für das Stück "The taming of the shrew" (Der Wiederspenstigen Zähmung) von Shakespeare besorgt.

Auf der Brücke jedoch haben wir den berühmten Künstler Ben Wilson getroffen, der aus aufgeklebten Kaugummis mini Kunstwerke schafft. Kurz standen wir bei ihm und haben ihm zugesehen wie er aus einem Stück festgetretenem Dreck ein süßes Bild verwandelte.
 
Man könnte stundenlang nach ihnen suchen...
Wir hatten aber keine Zeit, denn das Stück fing pünktlich um halb acht an. Das Globe war dann ganz anders, als ich dachte. Wie aus Shakespeares Zeiten sah es aus mit dem Reetdach, den kunstvollen Ornamenten unter der Decke, den hölzernen Balkonen und der fehlenden Decke.  Das Stück an sich war super geschauspielert, ich weiß nicht, ob der ein oder andere nicht weiß, worum es geht habe ich hier kurz eine Inhaltsangabe:

 
 Lucentio verliebt sich in Bianca, die jüngere und schönere der beiden Töchter Baptistas. Doch der alte Baptista hat bestimmt, dass er eine Heirat seiner jüngeren Tochter nicht erlauben werde, bevor seine ältere Tochter Katharina geheiratet hat. Um Bianca zu gewinnen, muss Lucentio deshalb nicht nur die Mitbewerber Hortensio und Gremio aus dem Weg räumen, sondern auch einen Ehemann für die widerspenstige Katharina, für die sich kein Mann interessiert, finden.
 

 

 Es war natürlich sehr lustig, auch wenn ich die Hälfte nicht verstanden habe. Wir hatten einen tollen Platz direkt an der Bühne, doch leider mussten wir stehen, drei Stunden lang... Als wir dann wieder im Lancaster Hall Hotel angekommen waren, taten meine Füße so sehr weh, dass ich kaum noch laufen konnte.


 

 

Dienstag, den 12. Juli 2016



 Am nächsten Tag sind wir mit dem Underground bis "Embankment" gefahren, was eine toll angelegte Promenade ist, die direkt beim London Eye vorbeiführt.

Dort haben wir uns Fahrräder gemietet und eine geführte Tour durch London gestartet. Mit dem Linksverkehr hatte ich überhaupt keine Probleme, natürlich war es erst etwas verwirrend auf der linken Straßenseite zu fahren, doch nicht so seltsam wie ich dachte.


Nach und nach sind wir alle bekannten Sehenswürdigkeiten abgeklappert. St. Paul´s, Big Ben, Houses of Parlaments, Trafalgar Square und natürlich Buckingham Palace.
Dort hatten wir das Glück, bei einem Wachwechsel zusehen zu dürfen. In den typischen Uniformen sind die Wachen mit Musik und Pferdestaffel die Straße zum Buckingham Palace hinunter paradiert. Mit dem berühmten schwarzen Hut, sahen sie in echt noch bescheuerter aus, als auf Bildern.  
Ich werde wohl nie vergessen, wie wir in unseren furchtbar hässlichen Warnwesten und Helmen, die uns ganz klar als Touristengruppe ausgewiesen haben durch London gefahren sind. Leider hat es nach einer Weile angefangen wie aus Kübeln zu schütten und wir wurden nass - wie um uns noch ein abgedroschenes Vorurteil über London zu bestätigen.
 
 Nachdem wir wieder trockene Sachen angezogen hatten, fuhren wir zum Oxford Circus um dort eine nette Dame namens Rosalind von der "Cookery School" zu treffen. In einem kleinen Back-Kurs lernten wir, Scones zu backen. Eigentlich war es ganz einfach, doch meine Scones sahen trotzdem leicht hässlich aus. Mit "cream and jam" haben sie aber trotzdem unglaublich lecker geschmeckt. Dazu haben wir den typisch englischen Tee mit Milch getrunken.
 
 
Da wir sowieso in der Oxford Street waren haben wir uns noch etwas Zeit genommen um Shoppen zu gehen. Natürlich bin ich sofort zu einem Buchladen marschiert. Das "Foyles" ist eine riesige Buchhandlung mit unfassbar großer Science-Fiction und Fantasy Abteilung. So viele neue Bücher auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen und am liebsten hätte ich sie alle mitgenommen. ;)
 
 
 
 

 Mittwoch, den 13. Juli 2016

 
 
Gleich nach dem Aufstehen besuchten wir den bekannten "Camden Market". Die Vielseitigkeit an Läden, Ständen, Gerüchen und Farben war unfassbar. Die Fassaden der Häuser sind total süß verziert und mit den verschiedenen Gerichten, die es dort gab, hätte man wohl ein ganzes Dorf satt bekommen. Wir alle kauften Souvenirs und leckere Dinge zu essen.


Das Fahren mit dem Underground  war schon fast normal geworden und ich ärgere mich wirklich, dass es bei uns in meinem Kaff nicht auch so etwas gibt. An diesen Komfort schnell überall hinzukommen könnte ich mich gewöhnen.


Mit einer kleinen Gruppe habe ich dann noch die Abbey Road oder beziehungsweise den Zebrastreifen besucht. Ich glaube, die Autofahrer haben sich sehr aufgeregt, da wir zusammen mit vielen anderen Touristen extra langsam über die Straße geschritten sind um ein paar Fotos machen zu können.

 Nachdem wir dann auf dem Primrose Hill etwas ausgespannt hatten, ging es weiter zur Tower Bridge. Der Primrose Hill ist ein großer und hübscher Park, der mich irgendwie des Namens wegen an "Die Tribute von Panem" erinnert hat.

Selbstverständlich mussten wir wenigstens einmal darüber laufen und hatten so eine tolle Sicht über die Themse und London. Ich hatte mir die Brücke irgendwie kleiner vorgestellt und so war ich sehr erstaunt über die gigantische Höhe und Länge.

Auf der anderen Seite angelangt hatten wir dann sehr Hunger und suchten das türkische Restaurant, in dem wir einen Tisch bestellt hatten. Es dauerte eine Weile, bis wir es fanden, doch dann waren wir endlich da.


 Das Restaurant war total süß gestaltet und ein Live Musiker hat uns mit guter Musik verwöhnt. Auch das Essen war sehr gut.

Dann genossen wir einfach London bei Nacht mit seinen Lichtern, Straßenmusikanten und beleuchteten Sehenswürdigkeiten.


 

Donnerstag, den 14. Juli 2016


Und dann, plötzlich war schon unser letzter Tag in London gekommen. Natürlich mussten wir mit einer Geschichtslehrerin als Begleitperson noch das British Museum besuchen.
 
 

Hingefahren sind wir mit dem typischen roten Doppeldeckerbus, mit dem man unbedingt wenigstens einmal fahren muss, wenn man in London zu Besuch ist. Natürlich saßen wir oben ;)
 
Es war sehr interessant und ich wäre gerne noch länger geblieben. Mein Highlight war die Ausstellung zu afrikanischer Kultur bei der aus Waffen Kunstwerke geschaffen wurden und auch die Mumie fand ich irgendwie witzig. Was mir aber besonders gut gefallen hat, war die Deko aus unglaublich vielen antiken Büchern die sich in riesigen Regalen bis zur Decke aufgereiht haben.
 
 
Danach sind wir zu der King´s Cross Station gegangen, was für mich ein absolutes Muss war. Am Gleis 9 3/4 von Harry Potter wollte ich eigentlich ein Bild machen, doch die Schlange war zu lang. Trotzdem war es witzig den halbeingebauten Einkaufswagen zu sehen, vor allem da es immer noch ein paar Idioten gibt, die jährlich da dagegen rennen.
Natürlich haben wir dann noch den Harry Potter Shop besucht.
 
Drin ist wirklich total toll dekoriert, sodass man sich sofort in die Winkelgasse apportiert fühlt. Es gibt T-Shirts, Schaals, Eulen, Zauberstäbe, Süßigkeiten, Anhänger und vieles vieles mehr. Hunderte von Pfund könnte man dort lassen, doch es hat leider nicht für mehr als eine Fahrkarte mit dem Hogwartexpress und eine Packung von Bertie Botts Zauberbohnen gereicht.
 
 
Nach King´s Cross stand noch ein weiterer Programmpunkt an: Houses of Parlaments. Zu unserer großen Überraschung, durften wir tatsächlich hinein in das Hous of Commons. Die Security Kontrollen waren zwar strenger als am Flughafen aber schließlich durften wir hinein. In der großen Halle im Palace of Westminster mussten wir warten, bis wir dann in den Sitzungssaal durften.
Dieses recht kleine und bescheiden wirkende Zimmer ist in grünem Ton gehalten und von Zuschauer Tribünen umschlossen. Eine Weile hörten wir einer Diskussion zum Irakkrieg zu und sagen sogar den jetzigen Außenminister Borris Johnson. Und ja - er sieht in Wirklichkeit genauso bescheuert aus wie im Fernsehen.
 
 
Als wir wieder herauskamen hatten wir abermals Glück uns es war gerade 5 Uhr und Westminster Abbey läutete zum "Evening Song", dem Abendgottesdienst mit Chor. Da die große Kirche ja direkt nebenan ist, haben wir die Gelegenheit genutzt um für eine gute halbe Stunde kostenlos Westminster Abbey besichtigen zu können. Leider durfte man keine Bilder machen.
 
  
 

Auf dem Rückweg zum Hotel sahen wir auf dem Trafalgar Square noch einen der vielen schwebenden Bettler. Und zwar im Kostüm von Meister Yoda. Es sah sehr witzig aus und ich musste ein Bild machen.
 
 
 

 

Freitag, den 15. Juli 2016

 Wir mussten London auf Wiedersehen sagen und die Reise zurück auf uns nehmen. 
 
Bestimmt werde ich noch einmal irgendwann in diese tolle Stadt zurück kehren und dann alles nachholen, was wir in diesen kurzen 5 Tagen nicht geschafft haben. Ins London Dungeon will ich zum Beispiel irgendwann, eine Fahrt mit dem London Eye machen oder zu Madame Tussauds gehen.
Mir hat die Stadt super gefallen - okay, bis vielleicht auf die Rushhour ;)
 
 
 
 
 
Diese Reise war einfach genial und ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Post etwas Lust machen, diese großartige Stadt zu besuchen.
 
Wart ihr auch shcon mal in London und wollt eure Erlebnisse und Erfahrungen mit uns teilen?
Habt ihr auch in der letzten Zeit interessante Reisen unternommen, oder seit ihr vielleicht gerade im Urlaub? Über einen Kommentar würden wir uns sehr freuen.
 
LG Sophia <3